Rund um Oberdreis

eine Wanderung durch 3 Landkreise – ca. 13,5 km

Hauptsächlich Wald- und Wiesenwege - teils Naturbelassen - festes Schuhwerk erforderlich.

Start am Bürgerhaus in Oberdreis, direkt neben der Kirche. An der Kirche (ein Schild erläutert die Geschichte) vorbei und am Deussengrab (ebenfalls erklärt) die Treppe hinunter mitten in den Ort zur Bushaltestelle. 

Dort geht es rechts ab ca. 600m stetig leicht bergauf in Richtung Friedhof. Von dort aus kann man bis zum Dernbacher Kopf jenseits der Autobahn blicken. Dann geht es steil bergab nach Dendert im Dreisbachtal, vorbei an der ehemaligen Walzenmühle und rechts an der Hauptstraße (K 142) bis zur Bushaltestelle in Dorf, ca. 1 km. 

Dort halblinks über den Dreisbach, an zwei alten Fachwerkhäusern vorbei bis zur Grillhütte mit Spielplatz. 

Der Weg rechts an der Grillhütte vorbei führt nun ca. 700 m bergan bis zum Oberdreiser Kopf, eine Erhebung vulkanischen Ursprungs. Auf der Kreuzung geht es rechts ab ca. 1 km in Richtung Woldert und Rossbach. 

An dieser großen Kreuzung im Wald könnte man geradeaus nach Woldert (ca. 3 km) wandern und rechts nach Hilgert (ca. 2 km) wandern. 

Unser Weg führt links ca. 300 m in Richtung Rossbach, und am linken Waldrand überquert man die Kreisgrenze zum Westerwaldkreis

Dort geht es links ab entlang der Kreisgrenze zuerst über einen Wiesenweg und dann am Waldrand vorbei bis zur Landesstraße (L 268). Von dort aus kann man ca. 100m unterhalb der Straße noch den  Damm der ehemaligen Kleinbahn erkennen, die bis in die fünfziger Jahre Ton und Quarzit aus den Gruben im Wald bis nach Raubach zur Bahn transportierte. Links geht es kurz an der Landesstraße entlang, bevor man dann links im Wald ca. 400 m  bis zur Tonzeche wandert, wo früher Ton verarbeitet und feuerfeste Steine hergestellt wurden. Jetzt hat man wieder den Landkreis Neuwied erreicht.

Vor der Tonzeche verlässt man die Straße nach rechts und folgt dem Weg ca. 1,1 km bis zur Erdablagerungsdeponie, wo die Gruben des Tontagebaus wieder mit Erde verfüllt werden. Vor der Schranke geht es rechts ab zu den vielen Weihern im Oberdreiser Wald, die auf den Quarzitabbau hinweisen. Der Weg führt durch einen herrlichen Laubwald und knickt nach ca. 500 m links ab, steigt dann etwas an und etwa 300 m weiter steht man vor dem ersten Weiher. Der Weg beschreibt nun einen Bogen um einige Weiher und nach ca. 1 km steht man oberhalb der Erdablagerungsdeponie, die von der Ortsgemeinde betrieben wird, und hat einen guten Blick auf die noch sichtbaren Zeichen von über 150 Jahren Tonbergbau in Oberdreis.

Rechts geht es zwischen einem Laub- und Nadelwald erst noch etwas bergauf, zum mit ca. 370 m ü. NN höchsten Punkt der Wanderung, bevor der Weg dann steil nach unten bis zur Kreuzung am Beilstein führt (ca. 1 km). Ein Abstecher zum Beilstein lohnt sich immer. Man muss nur geradewegs über die Kreuzung ca. 200 m bis in den hohen Buchenwald und dann scharf links leicht bergauf an ein paar Sträuchern vorbei gehen und nach weiteren 100 m steht man vor diesem großen Basaltblock au der Eiszeit. Alte Geschichten erzählen, von dort kämen die Oberdreiser Kinder, wer weiß? Zurück auf der Kreuzung geht es dann links ca. 500 m in Richtung Lautzert. Der Weg macht einen Bogen nach links und fällt dann bergab und an der nächsten Kreuzung im Wald geht es noch einmal rechts ab in Richtung Berod. Nach 500 m leichtem Anstieg erreicht man den Waldrand. Man steht nun im Landkreis Altenkirchen

Vor einem liegt im Tal der Ort Berod und in der Ferne sieht man Hachenburg mit seinem Schloss und an einigen Punkten am Horizont entdeckt man auch einige Windräder. 

Würde man nun rechts abbiegen, könnte man nach ca. 1 km noch die Grenzsteine der ehemaligen Landesgrenze von Nassau und Preußen sehen, die noch gut erhalten im Wald stehen. 

Es geht aber links weiter 500 m über die Kreisgrenze bis zur Dreisbachquelle und  bevor es bergauf geht ist man wieder im Landkreis Neuwied. Nach 500 m wird Lautzert erreicht und nach weiteren 300 m trifft man auf die Landesstraße (L 265). Diese wird überquert und es geht links ab, am Wald vorbei, bis vor den Sportplatz.

Nun geht es links ca. 300 m bergab entlang der K 152 zur Dorfmitte. Nachdem die Landesstraße überquert wurde geht es halblinks vorbei an einer mächtigen Kastanie und rechts ins Dreisbachtal (ca. 1 km), vor dem Wasserhäuschen rechts durch das Dreisbachtal in Richtung Oberdreis. Nach etwa 1 km erreicht man den Sonnenhof (Bauernhof) und nach weiteren ca. 800 m steht man wieder vor der Oberdreiser Kirche.

Auf keinen Fall sollte man sich jedoch die Ölmühle entgehen lassen. Vor dem Parkplatz links die Straße hinunter und nach ca. 50 m zwischen zwei Häusern über einen sehr schmalen Fußweg und über den Dreisbach, geradeaus weiter zur Ölmühle die von großen Bäumen umringt ist (ca. 300 m).

Weiterhin sollte man auch der Töpferei der Familie Schmidt einen Besuch abstatten. Von der Ölmühle zurück zum Dreisbach, dann bis zur Feuerwehr und zum Backhaus, wo heute noch alle drei Wochen Brot gebacken wird. Dann links ca. 200 m zur Töpferei. Zum Abschluss der Wanderung lädt die Bürgerstube (täglich ab 17.00 Uhr geöffnet, sonntags auch von 11.00 – 13.00 Uhr, montags Ruhetag), direkt am Parkplatz bei der Kirche, zur Stärkung ein.